Tut mir Leid Leute, dass der letzte Eintrag so lange her ist, aber mein Intensivkurs hat letzte Woche angefangen und dazu noch bin ich ziemlich am kränkeln. @_@ Aber jetzt schreibe ich wieder!

Am nächsten Morgen hatte ich mir vorgenommen in der Mensa zu frühstücken. Was ich allerdings nicht wusste: Das Frühstück geht nur bis 9 Uhr. Und ich war erst um 9:30 wach. Wer bitte geht schon um 7 Uhr frühstücken, ahhhh. Zum Glück haben wir hier im Wohnheim noch ein kleines Café und ich hatte beschlossen dieses auszuprobieren. Hatte mich für Strawberry Aid (glaube so hieß das …) und einen Muffin (was auch sonst) entschieden.

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Das Getränk bestand quasi einfach aus gezuckerten, pürierten und gefrorenen Erdbeeren. War nicht so ganz mein Geschmack und ich habe es leider nur zur Hälfte ausgetrunken. Der Blueberry Muffin hingegen war ziemlich lecker! Nun also war ich gestärkt um in den Tag zu starten.

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Hatte in der Kakaotalk-Gruppe (Kakaotalk ist hier der meistverwendete Messenger) gefragt, ob jemand mit mir zu “Daiso” gehen möchte. Quasi wie unsere 1€-Shops nur mit tolleren Sachen. Wollte nämlich ein paar Dinge für den Haushalt kaufen, beispielsweise einen Behälter wo ich meine schmutzige Wäsche lagern kann. Die beiden deutschen Gurls von meiner Uni hatten sich gemeldet und so erkundeten wir dann Suwon. Das erste Mal ohne koreanische Begleitung im Bus, aber wir haben es einfach mal riskiert. Das Geschäft hatten wir gefunden, allerdings habe ich darin keine Fotos gemacht. Es gab lauter süßen Schnickschnack. Ich habe eine Box gekauft, die aussieht wie ein Bär und einen Wäschekorb.

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Die meisten Straßen hier sind 8-spurig. Das bin ich aus Deutschland gar nicht gewöhnt. Die Bereiche, wo man über die Straße gehen kann, sind mit Zebrastreifen markiert. Auch ist markiert, auf welcher Seite des Zebrastreifens man auf die andere Straßenseite gehen soll, damit man die Leute, die von der gegenüberliegenden Seite kommen, nicht umrennt. Alles ganz geordnet und gesittet hier.

Auf der Suche nach etwas essbarem, hatten wir beschlossen in eine der Seitenstraßen einzubiegen (2. Bild). Kein weiterer Ausländer weit und breit. Wir wurden angestarrt wie Aliens. 😀 Aber man gewöhnt sich daran oder versucht es (wie ich) einfach zu ignorieren.

Irgendwann hatten wir aus Zufall den traditionellen Markt Suwons gefunden:

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Hier gab es allerlei Lebensmittel zu kaufen. Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Stände mit fertigem Essen, lebende Meerestiere in Aquarien.. alles mögliche eben. Als wir diesen Weg durchgegangen sind, hat uns ein älterer koreanischer Herr angesprochen und auf Englisch gefragt, wo wir denn herkommen. Als wir ihm mit “Deutschland” antworteten, schien er plötzlich zu strahlen. Er erzählte wie toll er Deutschland findet und dass wir ein Vorbild seien, weil wir uns nach der Trennung wieder vereinigt haben und sowas. Glaube ich. War recht schwer zu verstehen. 😀 Aber er war ganz lieb.

Als wir den Markt verlassen haben, waren wir immer noch auf der Suche nach etwas essbarem. Nach etwa 10 Minuten Fußweg haben wir uns für ein kleines Restaurant entschieden, dessen Spezialität “Jajjangmyeon” ist. Das sind Nudeln mit einer Soße aus schwarzen Bohnen, Gemüse und etwas Fleisch. Übrigens ein ursprünglich chinesisches Gericht, das von den Koreanern übernommen wurde.

Als wir das Restaurant betraten, sollten wir unsere Schuhe ausziehen. Man sitzt hier nämlich auf dem Boden.

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War ein wenig ungewohnt, aber in Ordnung.

Anschließend hatten wir uns entschieden, dass jeder eine Portion Jajjangmyeon isst. Umgerechnet hat eine Portion etwa 1,80€ gekostet. Also wirklich günstig. War auch lecker! Auch, wenn die schwarze Soße für die meisten wohl nicht besonders appetitlich aussieht. 😀

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Danach machten wir uns auf den Weg nach Hause. Aber nicht ohne uns beim Supermarkt nebenan etwas zu trinken zu kaufen.

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Ich hatte mich für “Sparkling Water” mit Minze entschieden. War auch quasi einfach Sprudel mit ganz leichtem Minzegeschmack. Aber war bei der HItze hier sehr erfrischend. Danach stiegen wir in einen Bus zur unserer Uni. Allerdings fuhr dieser zum Haupteingang unserer Uni und nicht zum HIntereingang … das heißt: Bergsteigen, nooooooo.

DSC_0073[1] Man sieht das Ende oben nicht mal. 😐 Und in echt sieht es steiler aus, haha.

Hier noch eine Arbeit von den örtlichen Kunststudenten hier:

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Eingeschmolzene Cola-Flaschen in einer Mauer. Auf den dunkelgrünen und schwarzen Flaschen stehen die Namen der Studenten.

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Und hier noch ein wenig Ausblick auf unseren Nachhause-Weg. Die zwei dicken Türme in der Mitte sind unsere Wohnheime. Der linke Turm für die Mädchen und der rechte Turm für die Jungs. Und dieser Weg geht auch so unglaublich steil nach unten, wiesoooo. Jedenfalls… im Wohnheim angekommen, war es schon Zeit für’s Abendessen. Habe mir beschlossen etwas im Supermarkt zu besorgen:

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Zum einen eine Rolle Kimbap (oder wie manche sagen: “koreanisches Sushi”. Und ich wollte einen dieser “Rice Burger” probieren. Ein Koreaner hatte erzählt, dass diese gemacht wurden, weil viele Koreaner die Burger mit Brot (in den großen Fastfood-Ketten) nicht gerne mögen. Es ist okay, aber aber irgendwie war es recht trocken. Habe ihn auch nicht komplett aufessen können und habe mir den Rest eingepackt.

Anschließen haben wir uns verabschiedet und jeder ist in sein Zimmer gegangen. Dooooch… der Abend war noch nicht vorbei. Eine der Koreanerinnen hatte uns gefragt, ob wir das koreanische “Chimaek” (Chi = Chicken + Maek = Maekju (Bier) probieren möchten. Noch voll vom Essen sagten wir aber dennoch zu. Ein bisschen konnte man ja probieren.

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So sieht das dann aus. Die Koreaner liiiiiieben es Bier zu frittiertem Hühnerfleisch zu essen. Schmeckte auch ziemlich gut.

Aber jetzt war es das mit Essen. 😀

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