Am nächsten Morgen war ich endlich mal früh genug wach, so dass ich einmal von dem Mensa-Frühstück kosten durfte. Eine Mahlzeit kostet da umgerechnet etwa 2,40€. Das Frühstück besteht standardmäßig aus Reis (von welchem man so viel nehmen darf, wie man möchte) und einer Suppe. Dazu kommen dann unterschiedliche Beilagen. Am Kimchi kann man sich theoretisch auch unendlich bedienen. Dementsprechend wird man also auf jeden Fall satt. Die Suppe war mit Kartoffeln, das Gemüse oben war Seetang mit Zwiebeln. Dazu noch Tofu. Tage später habe ich erfahren, dass man den Tofu am besten zusammen mit dem Kimchi isst. Schmeckt besser, wirklich.

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Stunden später hatte ich mit der gewohnten Truppe (den zwei Gurls von meiner Uni) verabredet zum Mittagessen. Dafür haben wir den großen Berg auf unserem Campus überquert und erstmal ein Männerloch gefunden, hihi (In der Mitte übrigens das Symbol für die Stadt Suwon. Die Burg mit der Mauer drumherum.) :

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Wir sind ein wenig um den Block gelaufen und haben dann beschlossen in einem Imbiss etwas zu essen. Dieser Imbiss gehört zu einer Kette, die man hier recht häufig findet. Das Essen ist günstig und lecker. Ich habe mir eine Portion Bibimbap gegönnt, was hier zu den Nationalgerichten gehört. “Bibim” bedeutet “mischen” und “Bap” bedeutet “Reis”. Im Grunde hat man verschiedenes Gemüse, Salat und Fleisch (im Grunde kann man so ziemlich alles verwenden), dass man schön getrennt und farblich sortiert anordnet, damit es hübsch aussieht. Darunter befindet sich dann Reis und darüber ein gebratenes oder rohes Ei. Anschießend fügt man Chilipaste und Sesamöl und mischt alles zusammen. Dieses Gericht wird mit einem Löffel und nicht mit Stäbchen gegessen! 😀

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Anschließend haben wir uns zum Park begeben, der sich auf der anderen Straßenseite befindet. Begrüßt wird man von diesem Reiter und seinem Pferd.

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Anschließend sieht man auf der linken Seite diesen hübschen, typisch koreanischen Pavillon. (Der leider besetzt war.)

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Generell war die Parkanlage sehr groß und schön anzusehen. Viele Kinder und ältere Leute waren hier und das Wetter war einfach perfekt. (Okay, für meinen Geschmack vielleicht etwas zu warm.) Aber man konnte sich an einer Sprenkleranlage Abkühlung verschaffen! Wir sind einmal durchgerannt und waren danach ordentlich abgekühlt.

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Anschließend sind wir ein paar Meter weitergegangen und haben etwas entdeckt, was ein kleiner Kulturschock war. Im hinteren Teil des Parkes sind unzählige Fitnessgeräte, die man kostenlos nutzen kann. In Korea scheinbar hauptsächlich von älteren Leuten. Auch wir haben uns sportlich betätigt! Eigentlich eine echt gute Idee um seine Bewohner in Bewegung zu halten.

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An den Sportgeräten vorbei, nahmen wir eine Treppe nach oben, die uns einen Ausblick über die gesamte Parkanlage und über die Natur außenrum bescherte. Direkt um die Ecke gibt es einen riesigen See. Der Ausblick war wirklich atemberaubend und in diesem Moment wurde mir wieder klar, wie wenig Natur ich in diesem Land eigentlich erwartet hatte, da man in den Medien eigentlich hauptsächlich von der riesigen Metropole Seoul hört.

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Nach diesem Spaziergang ging es wieder zum Wohnheim, wo wir – mal wieder – von einem riesigen Berg Pakete in der Lobby begrüßt wurden. Das sind übrigens Umzugskartons der Leute, die neu in das Wohnheim einziehen werden. In Korea lässt man sich die Kartons eher schicken bzw. liefern, als sie selbst mit einem Transporter zu bringen. Scheint hier wohl günstiger zu sein.

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