Der letzte Abend war noch lange nicht vorbei. Als ich abends bereits im Bett war, bereit war mir ein wenig Gammeln zu gönnen, kam im Kakaotalk die Frage auf, ob wir nicht mit rausgehen möchten zum Essen. Geplant war ein sogenanntes “Dakgalbi” (닭갈비) Restaurant. Google übersetzt es als “Spicy Korean Chicken”. 😀 Obwohl mein Hunger eigentlich schon gestillt war, sagte ich zu. Ich möchte, so lange ich hier bin, natürlich so viele Dinge wie möglich ausprobieren.

Also machten wir uns mit einer Gruppe von etwa zwölf Personen auf den Weg. Mit dem Bus ging es zur “Ajou University”. Eine weitere große Universität in dieser Stadt. Im Gegensatz zu unserer Universität gibt es dort eine große Straße mit vielen Geschäften und Restaurants und ist generell eher als Amüsierviertel für die Studenten bekannt.

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An der Haltestelle angekommen, gingen wir geradewegs zum Restaurant, das allerdings nicht genug Plätze frei für uns hatte. Also ließen wir eine unserer Handynummern dort und uns würde Bescheid gegeben werden, wenn wir dort Essen können. In der Zeit konnten wir uns ein wenig in der Umgebung umsehen.

Als erstes sprang mir dieser Karaoke-Laden auf, der mit Haruhi Suzumiya (Figur aus dem gleichnamigen Anime) Werbung machte.

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Ein paar Meter weiter entdeckte ich diesen Steak-Laden. Ein Restaurant nach meinem Geschmack mit dem besten Slogan ever.

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Danach machten wir einen Kosmetik-Laden namens “Watson’s” unsicher. Ein paar Bilder für die Gurls. Alles sehr bunt und sehr viel rosa und pink.

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Und die Koreaner sind verrückt nach  Minion-Kram. Überall gab es Zeug mit Minions drauf zu verkaufen: Handy-Hüllen, T-Shirts, Parfüm… eigentlich alles. Und auch vor McDonalds machte der Minion-Wahn nicht halt. 😀

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Anschließend ging es endlich zum Restaurant! Als wir uns hingesetzt haben, bekam jeder ein süßes, rotes Lätzchen, damit wir uns nicht schmutzig machen. 😀

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An jedem Tisch gibt es eine Gasherdplatte, wo man eine dieser riesigen Pfannen platzieren kann. Für jeden Tisch hat unsere koreanische Begleitung anschließend eine Portion bestellt. Erst wird von einem der Köche verschiedenes Gemüse mit dem Hähnchen angebraten. Wir hatten zusätzlich noch Meeresfrüchte und mit Käse gefüllte Reiskuchen in unserer Pfanne. Anschließend kommt eine Chili-Soße und Reis dazu. Am Ende wird der Reis dann noch mit Käse vermischt. Köstlich. Ich liebe es so sehr. 😀 Am Ende kamen dann auch noch Instant Nudeln dazu. Fand den Reis aber besser. Einige haben das Gericht mit Paella verglichen.

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Nach dem Essen haben wir beschlossen uns noch einen Nachtisch zu gönnen. In Korea ist es in der Regel so, dass sich die Restaurants auf eine Speise spezialisieren. Nachtisch gibt es eigentlich nie. Dafür gibt es in der Nähe immer einige Dessert-Cafés, die ausschließlich süße Sachen anbieten. Zu so einem sind wir dann gegangen. Dort gibt es Patbingsu. Eine Süßspeise mit ganz fein gecrushtem Eis und dazu gibt es dann Früchte, Sirup und.. andere Dinge.

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Für jeden Tisch á 4 Leute haben wir dieses angepriesene Ding mit der Honigmelone bestellt. Unten ist die ausgehöhlte Honigmelonenschale darin dann ein Haufen von dem Crushed-Ice und dann die halbe Honigmelone. Diese musste man dann erstmal in Stückchen schneiden, was gar nicht so einfach war. Darüber kam dann etwas Kondensmilch. Soweit so gut, die Honigmelone war echt lecker. im Crushed-Eis war dann noch Joghurt oder sowas, war lecker. Doch dann.. da war einfach Käse. Käsewürfel. Die Koreaner haben es echt mit Käse. Sogar in Süßspeisen. Das war echt mega seltsam. Aber ein Erlebnis, ja.

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Doch der Abend war jetzt auch noch lange nicht zu Ende. Anschließend sind wir wieder zurück zur unserer Universität gefahren und sind in der Nähe noch etwas trinken gegangen. Wir wollten die neuen Soju-Sorten kosten! Damals gab es nur den puren Schnaps. Jetzt ist er gemischt mit Fruchtzeug und schmeckt kaum noch nach Alkohol. Gefääährlich. 😀

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Gekostet haben wir Grapefruit, Blueberry, Granatapfel, Pfirsich und eine Art Koreanische Orange. Sind alle recht genießbar, ja. Besser als der pure Soju.